Zum Revisionsverfahren von Imker Bablok vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

28.10.2013

Monsanto ist nicht Partei im Verfahren des Herrn Bablok gegen den Freistaat Bayern. Darüber hinaus ist der Fall überholt. Monsanto vermarktet keinen gentechnisch verbesserten Mais mehr in Deutschland  und anderen EU-Ländern mit vergleichbarer politischer Position zur Gentechnik.

Gleichwohl möchten wir unsere Sicht der Dinge nennen:
In dem Fall ging es um ein gesetzlich ermöglichtes, behördlich genehmigtes, und politisch seinerzeit gewünschtes Projekt, nämlich einen Versuchsanbau von gentechnisch verbessertem Mais MON810 durch den Freistaat Bayern. Nach Auffassung der deutschen und europäischen Behörden sind sowohl dieser Mais als auch sein Anbau sicher für Mensch, Tier und Umwelt. Eine natürliche und erwartete Folge des Versuchsanbaus war es, dass der Mais Pollen bildete und dieser von Bienen aufgenommen wurde. Der Pollen war daraufhin in dem Honig des Klägers nachweisbar. Der Kläger wollte vor Gericht erreichen, dass Schutzmaßnahmen gegen diese zu erwartenden, natürlicherweise auftretenden Pollenspuren als verpflichtend angesehen werden. Wir teilen diese Auffassung nicht und sind froh darüber, dass das  Gericht die Klage abgewiesen hat.