Stellungnahme zur BUND Studie "Pestizidbelastung beim Menschen“

13.06.2013

Gemeinsam mit der Zeitschrift Ökotest hat der BUND eine Studie zur vermeintlichen „Pestizidbelastung beim Menschen“ veröffentlicht. Aus diesem Anlass weisen wir auf folgendes hin:

Glyphosat ist einer der am häufigsten verwendeten und toxikologisch am umfassendsten untersuchten Herbizid-Wirkstoffen zur Unkrautkontrolle in Kulturpflanzen. Zahlreiche toxikologische Bewertungen von unabhängigen internationalen Behörden in den vergangenen 40 Jahren kamen immer wieder zu dem Schluss, dass Glyphosat kein unzumutbares Risiko für die menschliche Gesundheit sowie für die Umwelt darstellt.

Nach den uns zugänglichen Informationen, wurden innerhalb dieser Studie 182 Urinproben aus 18 Ländern untersucht. Leider liegen uns keine Details wie etwa über Probenahmen, Ernährungsgewohnheiten und Anwenderexposition der Teilnehmer vor. Wir nehmen die Ergebnisse ernst. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir erst nach Erhalt weiterer Informationen erneut detailliert Stellung nehmen können. 

 Alle bisher vorliegenden Datenerhebungen zum Rückstandsmonitoring zeigen, dass der geltende MRL (Maximum Residue Limits = Rückstandshöchstgehalte) in Nahrungsmitteln nur in seltenen Fällen überschritten wird. Vom Menschen aufgenommenes Glyphosat wird generell nicht verstoffwechselt und u.a. mit dem Urin ausgeschieden. Deshalb ist es nicht überraschend, Glyphosatrückstände im menschlichen Urin zu finden, wo sich sämtliche Ausscheidungsstoffe konzentrieren. Diese allgemeinbekannte Eigenschaft von Glyphosat wurde auch bei der Sicherheitsbewertung berücksichtigt