Stellungnahme zur aktuellen Studie von Prof. Gilles-Eric Seralini et al.

20.09.2012

Die jüngst von Prof. Gilles-Eric Seralini et al. im wissenschaftlichen Journal “Food and Chemical Toxicology” veröffentlichte Studie „Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize” stellt die Sicherheit von gentechnisch verändertem Mais in Frage. Die Studie behauptet, dass Ratten nach zweijähriger Fütterung mit gentechnisch verändertem Mais früher sterben und häufiger Krebs entwickeln.

Wir bitten um Verständnis, dass eine fachliche Bewertung oder valide Kommentierung der Erkenntnisse durch Monsanto erst nach eingehender Analyse der Studie möglich ist. Sobald diese Analyse abgeschlossen ist, werden wir die Erkenntnisse öffentlich kommentieren. 

Zudem wird die Studie von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA - European Food Safety Authority) im Auftrag der Europäischen Kommission und der französischen ANSES (Agence nationale de sécurité sanitaire de l'alimentation, de l' environnement et du travail) im Auftrag des französischen Ministers für Ernährung und Gesundheit überprüft.  

Lesen Sie hier die ausführliche Antwort. 

Hintergrundinformationen

Die Studie ist nicht wie behauptet die erste, die die Langzeitauswirkungen von GVO auf die Gesundheit untersucht. Weltweit wurden bereits Langzeitstudien nicht nur an Ratten, sondern auch an anderen Tieren durchgeführt. Keine einzige Studie konnte eine toxische Wirkung von gentechnisch veränderten Futtermitteln nachweisen.

Die aktuell durch die Presse aufgegriffenen Aussagen der Autoren, dass „ der Verzehr von gentechnisch verändertem Mais negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Nagetieren habe können durch zahlreiche, von unabhängigen Wissenschaftlern bewertete Studien widerlegt werden. Die wissenschaftliche Literatur kennt umfangreiche Untersuchungen, die dokumentieren, dass das der Verzehr von gentechnisch verändertem Mais keine Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

In der Vergangenheit geäußerte Sicherheitsbedenken ähnlicher und anderer Interessensgruppen entsprachen nicht den Standards der „guten wissenschaftlichen Praxis“. Unabhängige wissenschaftliche Studien, ebenso die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben die geäußerten Sicherheitsbedenken jedes Mal widerlegt. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemittelung der EFSA unter:

http://www.efsa.europa.eu/en/press/news/gmo070628.htm

 

Bisherige Resonanz aus dem wissenschaftlichem Umfeld

Unmittelbar nach der Veröffentlichung haben sich unabhängige Wissenschaftler kritisch zu der Studie und den verwendeten Methoden geäußert. Prof. David Spiegelhalter von der Universität Cambridge stellt die angewandte Methodik, die statistische Auswertung sowie die Bewertung der Ergebnisse in Frage, die in ihrem Anspruch ihm zu Folge deutlich unter dem wissenschaftlichen Standard liegen.

"In my opinion, the methods, stats and reporting of results are all well below the standard I would expect in a rigorous study – to be honest I am surprised it was accepted for publication.”

Weitere Meinungen von unabhängigen und weltweit anerkannten Wissenschaftlern finden Sie unter:

http://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-gm-maize-causing-tumours-in-rats/

http://www.trust.org/alertnet/news/study-finds-tumours-in-rats-fed-on-monsantos-gm-corn#.UFnQiDDbt6w.email

 

Zur Sicherheitsbewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen

Die Pflanzenbiotechnologie Industrie nimmt gesundheitliche Bedenken bezüglich der Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln sehr ernst und wendet die höchstmöglichen Standards bei der Prüfung und Sicherheitsbewertung ihrer Produkte an.

Gentechnisch veränderte Produkte müssen vor Markteinführung stets eine strenge Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestehen. Sie gehören zu den am meisten getesteten Nahrungsmitteln in der Geschichte der Lebensmittelsicherheit.

Gentechnisch veränderte Pflanzen wurden in zahlreichen wissenschaftlichen, von unabhängigen Experten durchgeführten, Studien untersucht. Über 100 Fütterungsstudien wurden vorgenommen. Alle diese Studien bestätigten wiederholt ihre Sicherheit. Zu gleichen Schlußfolgerungen kommen Regulierungsbehörden weltweit im Rahmen ihrer immer wieder durchgeführten Sicherheitsbewertung.

 

Contact:   

Ursula Lüttmer-Ouazane

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