Informationen zu Glyphosat

22.05.2013

Glyphosat, der Wirkstoff unserer Roundup®-Produkte wird seit mehr als 39 Jahren in über 100 Ländern zur Unkrautkontrolle eingesetzt und gehört zu den toxikologisch am umfassendsten untersuchten Herbizid-Wirkstoffen. Trotz der umfangreichen und kontinuierlichen toxikologischen Bewertungen internationaler Behörden, steht der Wirkstoff aktuell in der öffentlichen Diskussion wie kaum ein anderer. Die Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte hat für uns oberste Priorität. Daher möchten wir an dieser Stelle einen Einblick auf den Zulassungsprozess sowie auf  die von unabhängigen Behörden vorgenommenen Sicherheitsbewertungen von Glyphosat geben.

Der Zulassungsprozess:

Bevor ein Wirkstoff in der EU zugelassen wird, stellt das Unternehmen einen Antrag bei der zuständigen nationalen Behörde. Dieser enthält zahlreiche wissenschaftliche Informationen u.a. zur Sicherheitsbewertung, wie zum Beispiel:

 

  • Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wirkstoffes
  • sein Verbleib und Abbauverhalten in der Umwelt
  • mögliche Auswirkungen auf die Umwelt, z.B. Effekte auf Nichtzielorganismen wie z.B. Wildtiere und  -pflanzen sowie Mikroorganismen (Ökotoxikologie)
  • mögliche Auswirkungen auf Säugetiere (Toxikologie)
  • Rückstände in Kulturpflanzen, in Lebens- und Futtermitteln sowie Angaben zu geeigneten analytischen Methoden, um diese Rückstände nachzuweisen.

 

Wie wirkt Glyphosat?

Glyphosat blockiert die Produktion bestimmter Aminosäuren, die für das Wachstum von Pflanzen essentiell sind. Im Stoffwechsel der Unkräuter wird durch den Wirkstoff Glyphosat das Enzym EPSPS und somit die Bildung der essentiellen Aminosäuren blockiert. Die Pflanze verwelkt. Dieses Enzym kommt bei Mensch und Tier nicht vor.

Der Wirkstoff bindet sich an Bodenpartikel und wird abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Aufwandmenge, dem Bodentyp, der Temperatur etc. in Boden und Wasser abgebaut. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die von Behörden bestätigte insgesamt geringe toxische Wirkung des Stoffes auf Mensch und Tier1.

 

Wie wirkt sich Glyphosat auf die menschliche Gesundheit aus?

Die unterschiedlichen Einsatzgebiete in der Landwirtschaft, auf Industriearealen und in heimischen Gärten haben dazu geführt, dass Glyphosat vermutlich der am besten untersuchte Herbizidwirkstoff überhaupt ist.  Seit der Einführung von Glyphosat vor etwa 40 Jahren wurden in Hunderten von Labor- und Feldversuchen mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt getestet.

Im Jahre 2002 wurde Glyphosat in der EU für einen Zeitraum von 10 Jahren zugelassen. Über 200 toxikologischen Studien wurden in dem Zulassungsverfahren berücksichtigt, die mögliche Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit untersuchten. Das Ergebnis war, dass Glyphosat allen Anforderungen der europäischen Richtlinien für Pflanzenschutzmittel entspricht und kein unzumutbares Risiko für die menschliche Gesundheit darstellt. Dieses wurde auch bei allen nachfolgenden Sicherheitsprüfungen internationaler Behörden bestätigt. Auch neue Forschungsergebnisse, die gemäß der aktuellen EU-Richtlinien für den Wiederzulassungsprozess von Glyphosat im Jahr 2012 eingereicht wurden, bestätigen dies.

Grundsätzlich basieren Sicherheitsbewertungen mit Bezug auf die menschliche Gesundheit auf Fütterungsexperimenten an Ratten, Mäusen, Kaninchen und Hunden. Weitere Untersuchungen dienten der Überprüfung, ob gesundheitliche Auswirkungen beim Hautkontakt, bei oraler Aufnahme oder Einatmen von Glyphosat auftreten können. In Langzeitstudien und genotoxikologischen Untersuchungen wurde darüber hinaus getestet, ob Glyphosat die embryonale Entwicklung beeinflusst oder das Erbgut verändert. Reviews dieser Studien zeigten folgendes:

 

  • Glyphosat besitzt eine sehr geringe akute Toxizität.
  • Glyphosat ist nicht krebserregend und besitzt keine mutagenen Eigenschaften, bzw. verändert die DNA von Tieren nicht.
  • Glyphosat wird nach der Aufnahme schnell vom Körper wieder ausgeschieden und nicht verstoffwechselt . Glyphosat wird im Allgemeinen kaum über die Haut in den Körper aufgenommen und reichert sich nicht in tierischen Geweben an.
  • Glyphosat beeinflusst weder die Entwicklung noch die Fortpflanzung von Versuchstieren. Das zeigten Mehrgenerationenstudien an Ratten und Kaninchen.  Nur bei sehr hohen Dosen wurden Jungtiere mit geringerem Körpergewicht geboren. Die bei diesen Versuchen verabreichte Glyphosatmenge entsprach aber dem Tausendfachen der von den Behörden festgelegten täglichen Höchstdosis für Menschen.
  • Glyphosat beeinträchtigt nicht das Hormonsystem der unterschiedlichen Versuchstierarten.

 

Weiterführende Informationen zur Sicherheitsbewertung und Verwendung von Glyphosat-haltigen Herbiziden finden Sie unter www.glyphosat.de.

 

Quellen:

http://www.glyphosat.de/quellen-kapitel-sicherheit

http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zur-gesundheitlichen-bewertung-von-glyphosat.pdf

 http://www.monsanto.com/products/Documents/glyphosate-background-materials/gly_bestsources_bkg.pdf

www.fao.org

www.epa.gov

1 Vgl.: http://www.glyphosate.eu/system/files/sidebox-files/qas_0.pdf