Ein Offener Brief Von Monsanto Zum Thema Monsanto Tribunal

11.10.2016

Stellungnahme von Monsanto zum Gutachten des „Monsanto Tribunals“

Möglicherweise sind Sie auf die heutige Pressemittelung zum Gutachten des „Monsanto Gerichtshofs“ aufmerksam geworden, in der eine kontradiktorische Meinung vertreten wird. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, mit denjenigen, die ein aufrichtiges Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft, dem Recht auf Ernährung, Gesundheit und einer sicheren Umwelt haben, in einen echten Dialog zu treten und ihnen zu vermitteln, wer wir sind und was wir tun. Das eigentliche Ereignis wurde von einer Gruppe ausgewählter Gegner der Landwirtschaftstechnik und Monsanto-Kritikern inszeniert, die sich gleichermaßen als Organisatoren, Richter und Jury gaben. Existierende wissenschaftliche Beweise und gerichtliche Entscheidungen zu zahlreichen Themen wurden dabei schlichtweg bestritten, und es war deutlich, dass das Endergebnis im Vorfeld bereits festgelegt worden war. Das Gutachten, welchem das Gremium selbst eine ausschließlich ratgebende Funktion zuschreibt, ist nunmehr der nächste logische Schritt der Botschaft.

In einer Zeit, in der die Öffentlichkeit bemüht ist, Fakten und Fiktion zu trennen, kann dieses kürzlich in Umlauf gebrachte, rechtswidrige Gutachten fehlgedeutet werden. Wir glauben, dass Menschenrechte und Landwirtschaft einen offenen und umsichtigen Dialog verdienen, um dabei zu helfen, zu realen Lösungen auf die Herausforderungen von Hunger, Nahrungsmittelsicherheit und der Rolle der Landwirte bei der nachhaltigen Ernährung unserer wachsenden Weltbevölkerung zu gelangen. Wir halten unverändert an unserer unterstützenden Rolle bei der Lösung dieser Herausforderungen fest und heißen auch weiterhin jeden willkommen, der mehr über uns erfahren möchte, uns auf discover.monsanto.com/conversation Fragen zu stellen.

Das oben genannte Zitat wird dem Global Human Rights Steering Commitee von Monsanto zugesprochen.


Fazit: Ein Scheinprozess lenkt vom wirklichen Dialog über die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft und Menschenrechte ab

An alle, die an Nahrungsmitteln, der Umwelt und Biodiversität, den Menschenrechten und Monsanto interessiert sind.

Die Landwirte sind beim Anbau unserer Nahrungsmittel mit großen Herausforderungen konfrontiert, während gleichzeitig die Weltbevölkerung ständig weiter wächst. Wir arbeiten tagtäglich daran, die Landwirte mit einem breiten Spektrum an Lösungen zu versorgen, so dass diese bessere Ernten erwirtschaften können, während sie gleichzeitig dafür sorgen, dass unsere natürlichen Ressourcen, einschließlich Böden und Wasser  erhalten werden und ein ausgewogenes und für alle zugängliches Nahrungsangebot produzieren.

Um diese ständig wachsenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen und unsere Verpflichtung gegenüber der Menschheit zu erfüllen, begrüßen wir jedes ernsthafte und konstruktive Gespräch über Nahrungsmittel und die Landwirtschaft mit Vertretern aller Seiten. Solche Gespräche sind dringend erforderlich, um nachhaltige Lösungen für diese Aufgabe zu finden.

Jüngst hat es Diskussionen gegeben, angeregt von einer Gruppe von Aktivisten, die planen, Mitte Oktober 2016 ein „Monsantotribunal” an einer lokalen Universität in der Stadt Den Haag in den Niederlanden abzuhalten. Die Organisatoren sagen, dass dieses Tribunal – das Vergehen gegen die Natur und die Menschheit anprangert – darauf ausgelegt sei, die Gesellschaft zu motivieren und zu erziehen. Aber das ist kein wirklicher Dialog. Es handelt sich hierbei um ein inszeniertes Ereignis, einen Scheinprozess, bei dem Kritiker, die gegen landwirtschaftlichen Fortschritt und gegen Monsanto sind, die Organisatoren, den Richter und die Jury spielen, und bei dem das Ergebnis schon von vornherein feststeht.

Da es sich hierbei um einen Stunt handelt, der von der Internationalen Dachorganisation des ökologischen Landbaus (International Foundation for Organic Agriculture, IFOAM), einem Dachverband von Ökolandbauorganisationen und deren Partnern, wie z.B. Navdanya und anderen, die grundsätzlich gegen die moderne Landwirtschaft sind, inszeniert und unterstützt wird, werden wir daran nicht teilnehmen.

Wir werden uns auch weiterhin mit den Bedenken und Fragen derjenigen beschäftigen, die wirklich interessiert daran sind, wer wir sind und was wir tun, und mit ihnen in einen Dialog treten. Im Folgenden legen wir unseren Standpunkt bezüglich Transparenz, das Recht der Menschen auf Nahrungsmittel, Gesundheit, eine sichere Umwelt sowie auf eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion dar.

Wir haben versprochen, mehr zuzuhören, unsere Handlungen und deren Auswirkungen sehr sorgfältig zu prüfen und verantwortungsbewusst zu agieren. Wir sind uns dessen bewusst, dass Konsumenten, Landwirte und die Nahrungsmittel- und Agrarindustrie alle ein Interesse daran haben, wie Getreide angebaut und Nahrungsmittel produziert werden. Wir streben danach, bei allem, was wir tun, transparent zu sein; das betrifft auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse, auf denen unsere Forschung und Produktinnovationen beruhen, sowie die begutachteten, nachgewiesenen Sicherheitsnachweise zu unseren Produkten.

Wir haben uns dem Schutz und der Förderung der Menschenrechte verschrieben. Die Menschenrechtspolitik unseres Unternehmens besteht schon seit mehr als einem Jahrzehnt, und wir lassen uns dabei von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Erklärung der grundlegenden Prinzipien und Arbeiterrechte der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) leiten. Unsere laufenden Bestrebungen zur Förderung der Menschenrechte basieren auf dem Rahmenwerk „Protect, Respect and Remedy” (Schützen, Respektieren und Beheben) der UN-Leitprinzipien für Unternehmens- und Menschenrechte.

Wir glauben an die Koexistenz aller Arten von Anbaumethoden und an die individuelle Freiheit der Landwirte, die Produktionsmethode zu wählen, die ihren Zielen am meisten entspricht – egal ob es sich dabei um den Anbau von Getreide unter Verwendung von konventionellen Methoden oder genetisch modifiziertem Saatgut und anderen modernen Techniken oder die Umsetzung von biodynamischen Praktiken handelt.

Wir helfen den Landwirten bei der Minderung der Folgen von und der Anpassung an klimatische Änderungen. Unsere Produkte und Dienstleistungen helfen den Landwirten bei der Nutzung datenbasierter wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Anbau von Nahrungsmitteln auf eine nachhaltigere und kohlenstoffneutrale Art und Weise. Wir haben uns verpflichtet und Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit von Honigbienen zu steigern, ein gesunderes Ökosystem für Monarch-Schmetterlinge zu schaffen und ländlichen Gemeinschaften zu helfen, ihr Waldwirtschaftsökosystem zu erhalten, illegale Abforstung zu verhindern und lokale Arten zu schützen.

Wir arbeiten nach Kräften daran, sicherzustellen, dass unsere Technologien Landwirten aller Größenordnungen Nutzen bringen – den Kleinbauern genauso wie den Großbauern. Tatsächlich handelt es sich beim Großteil unserer Kunden in Asien und Afrika um Kleinbauern.

Ein weitere Aspekt, von dem diese Aktivistengruppen nicht wollen, dass Sie es erfahren, ist dieser: Monsanto bietet eine große Bandbreite an Saatgut und Leistungen an, die Biofarmer genauso nutzen können wie konventionelle Landwirte. Viele unserer Kunden betreiben sowohl konventionellen als auch ökologischen Anbau. Wir vermarkten auch Gemüsesaatgut und mikrobielle Produkte, die für die Biolandwirtschaft genehmigt sind und auch von den Biofarmern eingesetzt werden. Wir investieren in Forschung und Entwicklung, um Produkte und Leistungen zu entwickeln, die genauso nützlich für konventionelle wie auch für Biolandwirte sind.

Letztendlich handelt es sich bei 60 Prozent des auf der Erde ausgebrachten Saatguts um nicht-gewerbliches Saatgut – Saatgut, das von den Landwirten gesammelt und wieder ausgesät wird. Diese traditionellen Saatgutpraktiken und die kommerziellem Saatgutvermarktungssysteme koexistieren und werden auf der ganzen Welt eingesetzt, Landwirte haben so die Möglichkeit haben, ihre eigene Wahl zu treffen.

Wir sind der Ansicht, dass eine inszenierte Veranstaltung mit einem von Vornherein feststehenden Ergebnis dem offenen und tiefer gehenden Dialog, den Menschenrechte und Landwirtschaft verdienen, nicht förderlich ist, und man auf diese Weise keine tragfähigen Lösungen für die Herausforderungen von Hunger, Nahrungsmittelsicherheit und die Rolle der Landwirte bei der nachhaltigen Ernährung unserer wachsenden Weltbevölkerung findet. Es ist traurig, dass einige Bürger über diese Veranstaltung lesen oder von ihr hören werden und ihnen dabei nicht klar sein wird, dass es absolut keine legitime Verbindung zwischen dieser und dem richtigen Internationalen Gerichtshof noch dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gibt.

Für uns sind Zuhören und Engagement im konstruktiven Dialog sehr wichtig. Wir scheuen uns nicht, Bedenken anzuhören und arbeiten daran, wirklich zu verstehen, wie wir besser kommunizieren können, wer wir sind und was wir tun, egal ob dies in persönlichen oder gemeinschaftlichen Dialogen, breit angelegten öffentlichen Diskussionen oder Multi-Stakeholder-Foren auf der ganzen Welt geschieht. Wir haben Partnerschaften mit vielen Gemeinschaften und wir engagieren uns bei zahlreichen globalen Online-Gesprächen. In den letzten 20 Monaten hatten wir weltweit mehr als 750 Millionen Interaktionen mit den Menschen auf unseren Webseiten und Social-Media-Kanälen, einschließlich YouTube, Facebook, Twitter und anderen Plattformen über viele Sprachen hinweg – Englisch, Mandarin, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Vietnamesisch und Indonesisch (Bahasa Indonesia).

Wir sind tief bewegt von der Anerkennung, die wir für unsere Bemühungen in verschiedenen Gemeinden auf der ganzen Welt erhalten haben. Dennoch ist uns bewusst, dass wir immer noch mehr tun können. Wir verstehen, dass die Menschen unterschiedliche Ansichten zu diesen Themen haben, und es ist wichtig, dass sie diese ausdrücken und mitteilen können. Was uns angeht, fühlen wir uns auch weiterhin unserer Politik und unseren Praktiken in Bezug auf Menschenrechte, Transparenz, Dialog und Partnerschaft verpflichtet und heißen jeden willkommen, der mehr über Monsanto erfahren und uns unter discover.monsanto.com Fragen stellen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Im Namen des Monsanto Lenkungsausschusses für Menschenrechte

 

Brian Lowry
Vorsitzender Lenkungsausschuss der Globalen Menschenrechte und der Nachhaltigkeitsstelle, Monsanto Company
Co-Vorsitzender Rat der Vereinigten Staaten für internationale Geschäfte (United States Council for International Business, USCIB), Arbeitsgruppe nachhaltige Entwicklungsziele und UN-Agenda für Entwicklungen nach 2015
Vertreter UN Global Compact – US-Netzwerk

 

Martha Burmaster
Leiterin Menschenrechte, Monsanto Company

 

 

 

Rosalina Syahriar
Leiterin Personalwesen globale Gemüseversorgungskette, Monsanto Company

 

 

Jorge Chepote
Leiter strategisches und operatives Geschäft globale Gemüseversorgungskette, Monsanto Company